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Warnemünde, 09.07.2008

Anspruchsvolle Bedingungen zur Langstrecke - Der Rekord war nicht zu knacken

Sein Ziel war das Blaue Band. Der Rostocker Martin Kringel segelte zwar als erster über die Ziellinie der Langstreckenregatta Bornholm Rund, aber den Rekord der 270 Seemeilen - Regatta und somit das begehrte Band konnte der blonde Skipper der Volvo 60-Yacht „Rostocker“ nicht holen.
Den stellte Ex-Arbeitgeber-Präsident Klaus Murmann mit seiner „UCA“ im Jahr 2001 auf, als er nur 28 Stunden, 37 Minuten und 23 Sekunden für die Strecke um die dänische Ferieninsel brauchte. Wegen der starken Westwinde kamen die Yachten zwar schnell nach Bornholm, dann aber erwartete sie eine lange, harte Kreuz zurück nach Warnemünde. Die gut 18 Meter lange „Rostocker“ erreichte das Ziel in der Nacht zu Mittwoch um 23:34:56 Uhr und lag damit gut fünf Stunden hinter der benötigten Zeit.
„Ich war schon zufrieden, dass wir mehr Wind hatten als angesagt, aber es war klar, dass wir auf dem Rückweg gegenan müssen und der Rekord dadurch in weite Ferne rückte“, sagte Kringel nach dem Zieldurchgang.
Dicht auf den Fersen folgte die 56-Fuß Yacht „Scho-ka-kola“ von Uwe Lebens aus Norderstedt, mit der Kringel und seine Crew die Führungsrolle häufiger tauschten. Der hellgraue Racer kam eine halbe Stunde später in Warnemünde an. „Wir haben alles gegeben und es war teilweise sehr eng. Wir haben einiges modifiziert und können das Potential des Schiffes mittlerweile voll ausnutzen, das macht jetzt richtig Spaß“, meint Lebens, der die Yacht vom Typ Reichl/Pugh 56 in der dritten Saison segelt.
Als nächstes erreichte die „Glashäger“ das Ziel, gefolgt von der „Utsider“ und „Tutima“.
Von den Crews, die sich in der ersten Startgruppe am Montagmorgen bereits auf den Weg machten, war die „Uijuijui“, eine Rainbow 42 von Friedrich Hausmann, als erste um 5.50 Uhr nach 44 Stunden, 4 Minuten und 53 Sekunden im Ziel.
Auf den letzten Meilen erwischte die Crew der „Quickie“ das Pech gleich doppelt. Die Zweier-Crew des Mini 650 hatte sich nach der Rundung Bornholms bereits gegen den Westwind bis Darßer Ort vorgekämpft, als eines der Ruderblätter brach und die Crew aufgeben musste. Der direkt querab liegende Nothafen Darßer Ort ist aber so versandet, dass die 6,50 Meter kleine, havarierte Yacht mit etwa 1,60 Meter Tiefgang dort nicht einlaufen konnte und zurück nach Barhöft ablaufen musste.
Auch die Crew der „Männerpension“ erwischte es: die knapp elf Meter lange Yacht von Heiko Grambow musste wegen Mastbruch aufgeben. Wassereinbruch zwang die Luffe 43 „Bellevue Inspiration“ zur Aufgabe der Regatta.
Insgesamt mussten bisher elf der 66 gestarteten Yachten das Rennen abbrechen.
Die Zieleinläufe der Yachten werden noch bis zum Donnerstag andauern. Berechnete Ergebnisse sind erst nach Abschluss der Wettfahrt erhältlich.

 
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