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08.07.2018

Perfekte Segelbedingungen und erste Sieger

Es war ein perfekter Segeltag für die 800 Segler heute auf dem Wasser. Wind mit vier bis fünf Beaufort garantierte, dass das geplante Programm auf dem Wasser voll gesegelt wurde und sogar noch Wettfahrten vom Samstag nachgeholt werden konnten. Und es gibt schon die ersten Sieger der Warnemünder Woche.

Andre Budzien gewinnt die OK-Jollen Pre WorldsBei den Pre-Worlds der OK-Jollen siegte Andre Budzien vom Schweriner Yacht-Club e.V. Endlich konnten heute, nach dem am Freitag und Samstag wegen Starkwind nicht gesegelt werden konnte, drei Wettfahrten durchgeführt werden. Und die nutzte Andre Budzien mit zwei ersten und einem sechsten Platz. Während die 85 OK-Jollen Segler auf der Bahn Bravo sich schon auf das Revier einstimmten, waren die Vermesser an Land voll damit beschäftigt die Boote der restlichen Teilnehmer für die OK-Jollen Weltmeisterschaft zu prüfen. Die Segel und der Rumpf werden von der peniblen Jury genau gecheckt. Stimmt das Gewicht des Rumpfes? Sind die Segel genau nach den Vorschriften OK-Jollen Klassenvereinigung gefertigt? Sogar die Rumpfform wird mit Schablonen genaustens kontrolliert. Jeder soll die gleichen Chancen haben.

Am Dienstag wird es für die 142 Starter zur OK-Jollen Weltmeisterschaft ernst. Zehn Wettfahrten stehen dann auf dem Programm bevor am Samstag um 16 Uhr auf der Bühne am Leuchtturm der Weltmeister gekürt wird. Neben Andre Budzien gehört auch Jan Kurfeld aus Wismar zu den Favoriten aus Deutscher Sicht. International sind es Namen wie Fredrik Lööf aus Schweden, der schon im Star-Boot dreimal olympische Medaillen gewinnen konnte, oder Greg Wilcox aus Neuseeland, der bereits einmal den Weltmeistertitel in dieser Klasse holen konnte.

Richtig eng wurde es mit den Punkten unter den ersten sieben Crews der ZK 10 Kutter bei ihre Deutschen Meisterschaft. Mit einem sportlichen Programm von vier Wettfahrten konnte das schlechteste Ergebnis gestrichen werden und wirbelte die Ergebnisliste der 18 gestarteten Kutter nochmal kräftig durcheinander. So siegte am Ende die Crew der „Cutty Sark“ um Skipper Mathias Ott von der Segelkameradschaft Waren Müritz mit zwei Punkten vor der „Team Work“ von Hans Werner Rix und seiner Crew vom Spiel- und Sportverein Einheit Teterow. Alle weiteren Crews bis Platz sieben lagen jeweils nur ein Punkt auseinander.

Auf den Seebahnen schonte Wettfahrtleiter Uwe Wenzel die knapp 25 Yachten und ihre Crews nicht. Er ließ zwei kurze Up&Down Wettfahrten segeln und schickte die Crews dann auf den Warnemünde Cup. „Das war ein perfekter Segeltag mit idealen Bedingungen. Das haben wir natürlich ausgenutzt und konnten alle geplanten Wettfahrten von heute segeln“, erklärte Uwe Wenzel, der morgen über 40 Yachten auf die 270 Meilen lange Rund Bornholm Regatta schickt.

Zum erstenmal auf der Warnemünder Woche starteten auch die Monas-Klasse zwei Wettfahrten. Gerhard Pegel vom Weser Yachtclub siegte klar mit zwei ersten Plätzen vor Jan Richter aus Kiel!!

Gleich sechs Wettfahrten standen bei den German Open der Musto Skiffs auf dem Programm. Überlegen übernahm der Niederländer Paul Dijkstra. Fünf erste Plätze und einen dritten Platz als Streicher im Feld der 14 Boote starken Feld dieser Einmannjolle mit Trapez stehen auf dem Konto des 31jährigen, der schon im Jahr 2013 die German Open der Musto Skiffs für sich entscheiden konnte. Nach seiner Karriere im olympischen 49er stieg der 1,90 Meter große Paul Dijkstra in das Musto Skiff um. Er wollte lieber alleine segeln.

Alle Ergebnisse findet man unter: http://manage2sail.com/de-DE/event/WarnemuenderWoche2018#!/

Info Box OK-Jolle

Länge: 4 Meter

Breite 1,42 Meter

Gewicht: 72 kg

Segelfläche 8,25 qm

Die OK-Jolle wurde 1956 von Knud Olsen in Stubbeköbing gezeichnet. Die Anerkennung als Internationale Klasse durch die IYRU (heute: ISAF) ließ nicht lange auf sich warten. 1963 gab es die erste Weltmeisterschaft. In den 70er Jahren war die Klasse dicht daran, Olympiaklasse zu werden. Sie war zunächst war als ein kippeliges Kenterboot bekannt. Denn die vielen jungen Segler, die sich auf die neue Klasse stürzten, waren eine so lebendige Jolle nicht gewohnt. Deshalb wollten starke Kräfte der Dänischen Segelunion die OK-Jolle verbieten. Ein zäher Kampf endete schließlich mit der Anerkennung in der Dänischen Segelunion.

Die OK-Jolle hat hervorragende Segeleigenschaften ebenso an der Kreuz wie beim Heruntersurfen der Wellen auf Halbwindkursen. Eine tolle Jolle für Alle, die gerne mit den Trimmfunktionen arbeiteten. Sie hat sehr flexible Klassenregeln und kann deshalb ganz individuell an jeden einzelnen Segler angepasst werden. Fast alle Altersklassen können sie segeln.

 

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